6 months on the track auf einer größeren Karte anzeigen

Freitag, 29. Oktober 2010

UB3: "many wood" isch miär ä chli zheiss


Die letzte Woche ging wie im Flug vorbei. Unser Wochenende verbrachten
wir in Berts Gercamp im Terelj Nationalpark. Wir genossen die Ruhe und
die wunderschöne Natur. Unser Zuhause war eine Jurte, die wir mit Holz
heizen durften. Immer wenn uns jemand etwas zu essen brachte,
ermahnten sie uns mehr Holz einzufeuern, was schliesslich zu einer
Sauna führte. (also "many wood" war mir definitiv zu heiss :o) Am
Sonntag gings Hoch zu Ross zu einem Film Set, was bei mir am nächsten
Tag zu einem unglaublichen Muskelkater führte. Ansonsten
verabschiedeten wir bei gemütlichen Abendrunden Leute von Projekts
Abroad, planten unsere zwei wöchige Reise aufs Land und kauften noch
alles Nötige für diesen Trip ein. (Wir hoffen natürlich, dass uns dann
auch bei -20° "many wood" zur Verfügung steht) Mit meinen Schülern
genoss ich einen spassigen Nachmittag beim Koreanisch Essen, Billiard
spielen und einem Kinofilm. Zudem buchten wir unsere Zugtickets für
Datong, fanden dank Kiri und Pia China Reiseführer, so dass wir nach
unserer Mongoleireise bereit fürs nächste Abenteuer sind.


The last week passed by in record speed. We spend the weekend at
Bert's ger camp in Terelj national park. It was great having some time
out of the busy city, enjoying the nature and the silence. We got our
own ger, which we had to heat with wood. Whenever someone from the ger
camp brought us food, they reminded us to use "many wood" and put
another bunch of wood into our stove. The result was, what we would
call a sauna. This led to Manuela's quote of the weekend "many wood is
too hot for me". The last week we spent with farewell evenings saying
goodbye to projects abroad people, planning of our two week
countryside journey and shopping stuff for survival in gers when it's
-20 outside (hopefully only at night, when we have many wood). After
one month in Ulaanbaatar we finally found a book shop selling the
Chinese lonely planet (thanks Kiri for the hint) and got the two
Beijing guides from Pia. So we are ready to move on to China after our
countryside trip. We are looking forward to meeting Fred in Beijing.


Bye the way, we youtube stars stars, a fellow volunteer made a video of us in the orphanage.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Daily life in Ulaanbaatar




Nach unserer ersten anstrengenden Woche in Ulan Baatar freuten wir uns auf unser erstes Wochenende. Am Samstag wurden wir und die beiden Lehrerinnen der Sprachschule (Tseegii und Tuwshuu) zu einer Schülerin eingeladen. Tseegiis Mann führte uns sicher durch das Verkehrschaos der Hauptstadt bis wir nach wenigen Kilometer und einer halben Ewigkeit ihr kleines Dorf erreichten. Blitzschnell zeigte sich ein ganz anderes Bild der Mongolei: kleine Häuser, Männer auf Pferden, weidende Kühe, wenig Verkehr und Schafe die am Strassenrad verkauft wurden. Dort wurden wir herzlich empfangen und genossen ein feines Mittagessen. In der Nähe ihres Hauses war ein heiliger Berg, den nur Männer erklimmen durften. Als ich Fabian sah, der mit Müh und Not hinter Tseegiis Mann hereilte, war ich froh, als Frau geboren zu sein ;o) Zurück im Dörfchen wärmten wir uns im Wohnzimmer auf, während unsere Gasgeberin ihre zwei Kühe melkte und die Kälber versorgte. Mit einer Flasche frischer Milch und wunderbaren Eindrücken gings zurück nach Ulan Baatar. Am nächsten Tag zogen wir erneut unsere Wanderschuhe an und unternahmen eine Wanderung in Süden von Ulan Baataar an den Bogd Khan Berg mit Fabians Englisch Lehrerin Erka. Wir genossen wunderschöne Fichtenwälder und ersten Schnee.
 An den folgenden Tagen plagten Fabian Verdauungsprobleme und so wurde er von unserer Gastmutter liebevoll umsorgt ;o) Ansonsten blieb alles beim Alten. Am nächsten Wochenende nahmen wir an einer Aktivität von Projekts Abroad teil und renovierten ein Zimmer in einem Kinderheim, dass wegen eines Wasserschadens nicht mehr benutzbar war. Wir rissen einen Teil der Decke herunter und bemalten die trockenen Wände. Na ja, es sind noch keine Meister vom Himmel gefallen und so fiel ich fast vor Schock um, als ich sah, wie einige die Fenster und Wände bepinselten. Ich hätte die ganze Truppe hochkant aus dem Heim geworfen, doch Schwester Marie (Heimleiterin) war ganz zufrieden ;o)
Am Sonntag genossen wir die Deutsch-Französischen Filmtage in UB und gingen ins Kino. Auch am Montag hatten wir kaum Zeit zum ausruhen. Fabian durfte seinen neuen Arbeitsort für Montag und Freitag anschauen: im renovierten Zimmer des Kinderheims durfte er einem Haufen energiegeladener Jungs betreuen. Danach holte er unser China- Visum ab und wollte sich noch Informationen und Formulare fürs Vietnamesische Visa besorgen. Zurück kam er nicht nur mit einem chinesischen sondern auch einem vietnamesischen Visa, dass er innert einer halben Stunde ausgestellt bekam. Kaum von der Arbeit zu Hause hatte wir Mongolisch Unterricht und anschliessend besuchten wir nochmal einen deutschen Kinofilm (Googbye Lenin) mit drei meiner Schüler. Nach einem Bier mit Gero (Deutschlehrer an Tseegiis Sprachschule) und seinen Freunden freuten wir uns auf unser Bett…und wenn sie noch nicht in den Dornröschenschlaf gefallen sind, dann arbeiten sie noch heute.

Slowly we get accustomed to Ulaanbaatar. On our first weekend we were invited by a student from Manuela’s German class. It was very interesting to see, that only a few kilometres outside of UB, her family still had two cows and two calves, providing milk, cream and eventually meet. Next to her home there was a sacred mountain. For women it is forbidden to climb that mountain, lucky me to be born with the right sex :-) So I climbed the mountain together with Tseegii’s husband. He seemed to be a mountain runner rather than a hiker, so I did my best to keep up with him, but forced him into some breaks. The view was well worth the effort. Back in the village, we got a delicious meal, before we headed back to UB. The next day we went hiking again. Fortunately the hiking group led by my first week’s English teacher Erka was hiking in an acceptable pace. We even made it into the snow. The Bogd Khan mountains in the south of UB are a fantastic hiking paradise. The following week I was ill having some digestion problems. Also because Erka resigned from her teaching job at the children’s palace, I got a new teaching supervisor. Otherwise we followed our daily flow, breakfast, teaching, lunch, more teaching, superb supper, falling asleep very early because we are so tired. On the second weekend we joined in for some projects abroad activity. All volunteers joined in for renovating a room in an orphanage. Above the room was a water leakage, making the ceiling damp. We took down the ceiling just to realize that it was too wet in there to close it right away. So we painted the walls which were dry enough. Manuela was shocked how bad some people of our group were painting. In the end we left with only half the work done. On Sunday we went to the cinema, watching the German movie Geister. It was shown as part of the French German Film Festival in Ulaanbaatar. Monday was a busy day, we received the Visa for China, I was introduced to my Monday/Friday placement, which is in the orphanage where we renovated the room, on the way home I wanted to check for forms applying for a Vietnamese Visa and a came out of the embassy with Vietnamese Visas, that was easy, then we had a Mongolian lesson (Sain bain uu), followed by another visit to the cinema, watching Goodbye Lenin. After the lesson we went for a beer with Gero (German teacher at Tseegii's school) and his friends. Below you can see our day trips on a map.



UB Day Trips auf einer größeren Karte anzeigen

Samstag, 9. Oktober 2010

Ulan Bator, start teaching the hard way



Am Bahnhof in Ulan-Ude angekommen wunderten wir uns über die vielen Leute ohne Gepäck am Bahnsteig. Wir staunten dann nicht schlecht, als beim Eintreffen des Zuges für einmal die Händler nicht aus der Stadt kamen und die Zugreisenden bedienten, sondern die Verkäufer aus dem Zug ausstiegen und ihre Ware den warteneden Leute anpriesen. Wir kämpften uns durch die Masse und stiegen in den mongolischen Zug ein. Dort mussten sie zuerst unser Abteil von unzähligen Kartonschachteln befreien, bevor wir es uns bequem machen konnten. Während der ganzen Fahrt herrschte reger Betrieb auf dem Korridor. Es wurden Schuhe, Kleider, Schaufensterpuppen, Eisenstangen, Medikamente...von einem Abteil ins andere transportiert und irgendwo verstaut. Bis es dann 30 Minuten vor der russisch-mongolischen Grenze plötzlich ruhiger wurde. Wir hatten ein ungutes Gefühl im Magen als wir als der russischen Grenze ankamen. Die Pässe wurden eingesammelt und dann hiess es warten, warten und nochmals warten. Ab und zu trampelten  Zöllner auf dem Zugdach herum oder schraubten in den Zugabteilen die Deckenverkleidung herunter. Am mongolischen Zoll ging das ganze Prozedere von vorne los. Aber beide Parteien waren, entgegen unserer Befürchtungen, ganz nett. Nach fünfeinhalb Stunden russisch-mongolische Grenze konnten wir dann entspannt einschlafen.
Nach fünf Stunden Schlaf kamen wir auch schon in Ulan Bator (UB) an. Unser Projekt Supervisor holte uns mit etwas Verspätung am Bahnhof ab und chauffierte uns direkt zur Gastfamilie. Unsere Gastmutter Battuya empfieng uns herzlich, während der Rest der Familie noch schlief. Dies taten wir ihnen gleich, bevor wir am Nachmittag einen ersten Stadtspaziergang unternahmen. Am Abend durften wir zusammen mit unserem Supervisor ein traditionelles Konzert mit mongolischen Musikern, Sängern und Tänzer besuchen.
Am nächsten Tag erhielten wir eine kurze Instruktion und einen Standrundgang durch UB von einem Projekt Abroad Mitarbeiter. Am Nachmittag durften wir unsere Gastfamilie zur Chinggis Khan Statue (50km ausserhalb UB) begleiten. Dieser Ausflug war ein Geschenk von unserer Gastmutter an ihre Mutter, die sich diese Reise beim "Fest der Rentner" gewünscht hatte. Auf dem Rückweg versprach die Familie der Grossmutter und ihrer Freundin irgenwo Khuushuur zu essen. Doch sie mussten sich bis UB gedulden, denn erst dort fand man ein Restaurant mit der gewünschten Khuushuur Qualität. :o) Alle Witze der Grossmutter wurden uns von Boloro übersetzt, die perfekt deutsch sprach. Dieser Ausflug war für uns ein einmaliges Erlebnis mit einer mongolischen Familie.
Am dritten Tag zeigte uns unser Supervisor unser Arbeitsort. Fabian liessen wir nach einer Begrüssung von der Direktorin vor einer Schulklasse (Kinder im Alter zwischen 7-15 Jahre) stehen. (Am Abend stellte sich heraus, dass er 8h ohne Vorbereitung unterrichtet hatte) Ich und mein Supervisor nahmen dann den Bus zu meiner Schule und 20 Minuten später unterrichtete ich junge Erwachsene, die ich auf die Botschaftsprüfung, ihr Deutschzertifikat oder den Aufenhalt als Au Pair in D, CH, AT vorbereite. Am Abend hielten wir uns die Bäuche vor Lachen, als wir einander von unserem ersten Arbeitstag berichteten. Tja, so sieht jetzt unser Tag in UB aus: Aufstehen, Spiegeleier und Nutellabrote essen, mit oder ohne Bus zur Arbeit gehen, unterrichten, müde nach Hause kommen, ein reichhaltiges und wunderbar feines Abendessen (von unserer Gastmutter zubereitet) geniessen und dann vor unserer kleine Gastschwester ins Bett gehen ;o) Wir freuen uns auf noch viele spontane und ungeplante Erlebnisse!

We were a bit scared of the border control when we left Ulan Ude towards Ulan Bator. In the end it wasn't that bad, we had to wait, wait and wait again, but otherwise everything went smooth. After short 5 hours of sleep, we arrived in Ulan Bator, short UB. Looking for our teaching supervisor to pick us up, he arrived 20 min late, because he heard that the train was delayed, can't blame him, it was bloody early. He brought us directly to our host family, where everyone, except Battuya our host mother, were asleep. We soon followed their example and cought up some sleep, before we went on a discovery walk through UB. In the evening we were taken to a concert with traditional Mongolian music and dancers. On the next day, we got a short introduction and did some sightseeing in UB with our teaching supervisor. In the afternoon, we did a trip to the statue of Chenggis Khan, 50 km outside of UB, which equals to a 90 minute drive. It was a gift of our host family to their mother/grandmother, and we were invited to join as well. Half way back home, the grandmother started to get hungry, but it wasn't until we were in UB, before we found a restaurant, providing acceptable Khuushuur quality. On day 3, our supervisor told us, that we will visit our schools. We were introduced to the school director and the english teacher. I was put in front of a class. I thought I only had to introduce myself, wrong thougt ;-) , on my first day a was teaching English for 8 hours, to children ranging from 7 to 15, without having a clue on their skills and no preparation. Manuela had a similar fate, being a Kindergarten teacher, she hoped to stay in her home turf, kids between 5-9. She was put in front of a bunch of students in their early twenties, with the task to start immediatly. Manuela and me had a good laugh in the evening, telling each other our story of the day. Now this is our daily life, getting up, eating breakfast, going to school, teaching, back home, usually too tired to do something in the eveming, and sleep after a rich & tasty meal prepared by our great host mother Battuya.

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ulan-Ude: russische Stadt mit asiatischem Gesicht



Die achtstündige Zugfahrt von Irkutsk nach Ulan-Ude (Hauptstadt der Repuplik Burjatien) wäre eine der schönsten Transsibirischen Streckenabschnitte, nur sollte man eben nicht den Nachtzug nehmen. Naja immerhin kommen wir dann erholt in der neuen Stadt an und können gleich mit dem Sightseeing loslegen...dachten wir uns. Es kam aber anders. Zuerst amüsierten sich die beiden jungen Schaffner über unsere Tickets, da es wohl unüblich ist, dass zwei Personen vier Betten bezahlen um alleine im Abteil schlafen zu können. Anschliessend folge ein Gequitsche und Geholpere, dass wir morgens um 6.00Uhr ziemlich gerädert in Ulan-Ude ankamen und das frühzeitige Check-In mit Kusshänden annahmen. Ausgeschlafen besichtigten wir am Nachmittag die Stadt, die uns auf Anhieb sympathisch war. Der burjatische Einfluss verleiht der Stadt ein besonderer Charme und trotzdem blitzt immer wieder das alte Russland mit den repräsentativen Häusern auf. Wir genossen die Fussgängerzonen, die für einmal nicht als Parkplatz umfunktioniert wurden und bestaunten den grotesken, überdimensionalen Leninkopf  aus Granit am Sowjet-Platz. (heute stellt man ironisch fest, dass in Bujatien ja schon immer die abgeschlagenen Köpfe der Feinde zur Schau gestellt wurden ;-) Dort beobachteten wir auch die unzähligen Hochzeitsgesellschaften, die wie am Laufband vor der Statue posierten. Zudem wagten wir uns mit dem Bus (ist für uns immer wieder eine Herausfoderung, danke Ornella und Philipp für die Busnummer!) ins nahegelegene Etnologische Museum. (ähnlich Ballenberg Museum in CH) Für den Rückweg nahmen wir den MiniBus. Da Fabian auf dem vordersten Sitz Platz nahm, hatte er die Ehre den Kassier des Fahrers zu spielen (natülich amüsierten sich alle im Bus) Als wir es dann geschafft hatten den Bus anzuhalten (zwei Stationen zu spät) besichtigten wir noch den burjatischen Gebetstempel "Dazan". Morgen sagen wir "do svidanija russija" und vielen Dank für die tollen Erlebnisse! Und stellen uns dem Abenteuer Mongolei. Bis bald!

The 8 hour train ride from Irkutsk to Ulan Ude (capital of the Republic Burjatia) is supposed to be one of most astonishong parts of the transsibirean, only problem was, that we did it by night. So we thought that at least we arrive well rested in Ulan Ude, we wre wrong. Part of the beauty of these tracks must be its many curves, not macking it easy to catch any sleep, the constant squeeking and bumbing did not help either, nor did the banja like temperatures above 30 degrees help. We were very glad to reiceive our room already at seven in the morning. We granted ourselfs some hours of rest before we went to explore the city. We liked the city on first sight, the mixture between Buriatian and Russion culture gave it an interesting touch. The so far biggest pedestrian area along Lenin street was not abused as a car parking like in Irkutsk. The sidewalks were generous and the pedestrian crossings wide and with direction indicators. On the soviet square was a huge grotesque looking stone sculpture of Lenins head. After a world expositon in Canada, no other city was interested in it, so it was placed in Ulan Ude, some say ironically, that it was anyway a custom here, to present the choped of heads of their enemys. We were surprised be the sheer number of wedding couples arriving on sviet square, posing for pictures and leaving again with a lot af honking and other noise.
On the next day we were really adventurous, we took a bus ride to the ethnographic open air museum, showing buildings, tents and yurts of the different local people. On our way back, I made the mistake to sit in the frontmost seat in a mini bus, resulting in the job to hand forth and back the money between the other passangers and the driver. I survived. On our way back we also had a look at a Dazan, a budist tempel, which was rebuild after the freedom of religion was reestablshed after the colapse of the soviet union. Tomorrow we say "do svidanija russija" and thanks for all the great experiences and look forward to our adventure in Monolia.