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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Daily life in Ulaanbaatar




Nach unserer ersten anstrengenden Woche in Ulan Baatar freuten wir uns auf unser erstes Wochenende. Am Samstag wurden wir und die beiden Lehrerinnen der Sprachschule (Tseegii und Tuwshuu) zu einer Schülerin eingeladen. Tseegiis Mann führte uns sicher durch das Verkehrschaos der Hauptstadt bis wir nach wenigen Kilometer und einer halben Ewigkeit ihr kleines Dorf erreichten. Blitzschnell zeigte sich ein ganz anderes Bild der Mongolei: kleine Häuser, Männer auf Pferden, weidende Kühe, wenig Verkehr und Schafe die am Strassenrad verkauft wurden. Dort wurden wir herzlich empfangen und genossen ein feines Mittagessen. In der Nähe ihres Hauses war ein heiliger Berg, den nur Männer erklimmen durften. Als ich Fabian sah, der mit Müh und Not hinter Tseegiis Mann hereilte, war ich froh, als Frau geboren zu sein ;o) Zurück im Dörfchen wärmten wir uns im Wohnzimmer auf, während unsere Gasgeberin ihre zwei Kühe melkte und die Kälber versorgte. Mit einer Flasche frischer Milch und wunderbaren Eindrücken gings zurück nach Ulan Baatar. Am nächsten Tag zogen wir erneut unsere Wanderschuhe an und unternahmen eine Wanderung in Süden von Ulan Baataar an den Bogd Khan Berg mit Fabians Englisch Lehrerin Erka. Wir genossen wunderschöne Fichtenwälder und ersten Schnee.
 An den folgenden Tagen plagten Fabian Verdauungsprobleme und so wurde er von unserer Gastmutter liebevoll umsorgt ;o) Ansonsten blieb alles beim Alten. Am nächsten Wochenende nahmen wir an einer Aktivität von Projekts Abroad teil und renovierten ein Zimmer in einem Kinderheim, dass wegen eines Wasserschadens nicht mehr benutzbar war. Wir rissen einen Teil der Decke herunter und bemalten die trockenen Wände. Na ja, es sind noch keine Meister vom Himmel gefallen und so fiel ich fast vor Schock um, als ich sah, wie einige die Fenster und Wände bepinselten. Ich hätte die ganze Truppe hochkant aus dem Heim geworfen, doch Schwester Marie (Heimleiterin) war ganz zufrieden ;o)
Am Sonntag genossen wir die Deutsch-Französischen Filmtage in UB und gingen ins Kino. Auch am Montag hatten wir kaum Zeit zum ausruhen. Fabian durfte seinen neuen Arbeitsort für Montag und Freitag anschauen: im renovierten Zimmer des Kinderheims durfte er einem Haufen energiegeladener Jungs betreuen. Danach holte er unser China- Visum ab und wollte sich noch Informationen und Formulare fürs Vietnamesische Visa besorgen. Zurück kam er nicht nur mit einem chinesischen sondern auch einem vietnamesischen Visa, dass er innert einer halben Stunde ausgestellt bekam. Kaum von der Arbeit zu Hause hatte wir Mongolisch Unterricht und anschliessend besuchten wir nochmal einen deutschen Kinofilm (Googbye Lenin) mit drei meiner Schüler. Nach einem Bier mit Gero (Deutschlehrer an Tseegiis Sprachschule) und seinen Freunden freuten wir uns auf unser Bett…und wenn sie noch nicht in den Dornröschenschlaf gefallen sind, dann arbeiten sie noch heute.

Slowly we get accustomed to Ulaanbaatar. On our first weekend we were invited by a student from Manuela’s German class. It was very interesting to see, that only a few kilometres outside of UB, her family still had two cows and two calves, providing milk, cream and eventually meet. Next to her home there was a sacred mountain. For women it is forbidden to climb that mountain, lucky me to be born with the right sex :-) So I climbed the mountain together with Tseegii’s husband. He seemed to be a mountain runner rather than a hiker, so I did my best to keep up with him, but forced him into some breaks. The view was well worth the effort. Back in the village, we got a delicious meal, before we headed back to UB. The next day we went hiking again. Fortunately the hiking group led by my first week’s English teacher Erka was hiking in an acceptable pace. We even made it into the snow. The Bogd Khan mountains in the south of UB are a fantastic hiking paradise. The following week I was ill having some digestion problems. Also because Erka resigned from her teaching job at the children’s palace, I got a new teaching supervisor. Otherwise we followed our daily flow, breakfast, teaching, lunch, more teaching, superb supper, falling asleep very early because we are so tired. On the second weekend we joined in for some projects abroad activity. All volunteers joined in for renovating a room in an orphanage. Above the room was a water leakage, making the ceiling damp. We took down the ceiling just to realize that it was too wet in there to close it right away. So we painted the walls which were dry enough. Manuela was shocked how bad some people of our group were painting. In the end we left with only half the work done. On Sunday we went to the cinema, watching the German movie Geister. It was shown as part of the French German Film Festival in Ulaanbaatar. Monday was a busy day, we received the Visa for China, I was introduced to my Monday/Friday placement, which is in the orphanage where we renovated the room, on the way home I wanted to check for forms applying for a Vietnamese Visa and a came out of the embassy with Vietnamese Visas, that was easy, then we had a Mongolian lesson (Sain bain uu), followed by another visit to the cinema, watching Goodbye Lenin. After the lesson we went for a beer with Gero (German teacher at Tseegii's school) and his friends. Below you can see our day trips on a map.



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