Samstag, 9. Oktober 2010
Ulan Bator, start teaching the hard way
Am Bahnhof in Ulan-Ude angekommen wunderten wir uns über die vielen Leute ohne Gepäck am Bahnsteig. Wir staunten dann nicht schlecht, als beim Eintreffen des Zuges für einmal die Händler nicht aus der Stadt kamen und die Zugreisenden bedienten, sondern die Verkäufer aus dem Zug ausstiegen und ihre Ware den warteneden Leute anpriesen. Wir kämpften uns durch die Masse und stiegen in den mongolischen Zug ein. Dort mussten sie zuerst unser Abteil von unzähligen Kartonschachteln befreien, bevor wir es uns bequem machen konnten. Während der ganzen Fahrt herrschte reger Betrieb auf dem Korridor. Es wurden Schuhe, Kleider, Schaufensterpuppen, Eisenstangen, Medikamente...von einem Abteil ins andere transportiert und irgendwo verstaut. Bis es dann 30 Minuten vor der russisch-mongolischen Grenze plötzlich ruhiger wurde. Wir hatten ein ungutes Gefühl im Magen als wir als der russischen Grenze ankamen. Die Pässe wurden eingesammelt und dann hiess es warten, warten und nochmals warten. Ab und zu trampelten Zöllner auf dem Zugdach herum oder schraubten in den Zugabteilen die Deckenverkleidung herunter. Am mongolischen Zoll ging das ganze Prozedere von vorne los. Aber beide Parteien waren, entgegen unserer Befürchtungen, ganz nett. Nach fünfeinhalb Stunden russisch-mongolische Grenze konnten wir dann entspannt einschlafen.
Nach fünf Stunden Schlaf kamen wir auch schon in Ulan Bator (UB) an. Unser Projekt Supervisor holte uns mit etwas Verspätung am Bahnhof ab und chauffierte uns direkt zur Gastfamilie. Unsere Gastmutter Battuya empfieng uns herzlich, während der Rest der Familie noch schlief. Dies taten wir ihnen gleich, bevor wir am Nachmittag einen ersten Stadtspaziergang unternahmen. Am Abend durften wir zusammen mit unserem Supervisor ein traditionelles Konzert mit mongolischen Musikern, Sängern und Tänzer besuchen.
Am nächsten Tag erhielten wir eine kurze Instruktion und einen Standrundgang durch UB von einem Projekt Abroad Mitarbeiter. Am Nachmittag durften wir unsere Gastfamilie zur Chinggis Khan Statue (50km ausserhalb UB) begleiten. Dieser Ausflug war ein Geschenk von unserer Gastmutter an ihre Mutter, die sich diese Reise beim "Fest der Rentner" gewünscht hatte. Auf dem Rückweg versprach die Familie der Grossmutter und ihrer Freundin irgenwo Khuushuur zu essen. Doch sie mussten sich bis UB gedulden, denn erst dort fand man ein Restaurant mit der gewünschten Khuushuur Qualität. :o) Alle Witze der Grossmutter wurden uns von Boloro übersetzt, die perfekt deutsch sprach. Dieser Ausflug war für uns ein einmaliges Erlebnis mit einer mongolischen Familie.
Am dritten Tag zeigte uns unser Supervisor unser Arbeitsort. Fabian liessen wir nach einer Begrüssung von der Direktorin vor einer Schulklasse (Kinder im Alter zwischen 7-15 Jahre) stehen. (Am Abend stellte sich heraus, dass er 8h ohne Vorbereitung unterrichtet hatte) Ich und mein Supervisor nahmen dann den Bus zu meiner Schule und 20 Minuten später unterrichtete ich junge Erwachsene, die ich auf die Botschaftsprüfung, ihr Deutschzertifikat oder den Aufenhalt als Au Pair in D, CH, AT vorbereite. Am Abend hielten wir uns die Bäuche vor Lachen, als wir einander von unserem ersten Arbeitstag berichteten. Tja, so sieht jetzt unser Tag in UB aus: Aufstehen, Spiegeleier und Nutellabrote essen, mit oder ohne Bus zur Arbeit gehen, unterrichten, müde nach Hause kommen, ein reichhaltiges und wunderbar feines Abendessen (von unserer Gastmutter zubereitet) geniessen und dann vor unserer kleine Gastschwester ins Bett gehen ;o) Wir freuen uns auf noch viele spontane und ungeplante Erlebnisse!
We were a bit scared of the border control when we left Ulan Ude towards Ulan Bator. In the end it wasn't that bad, we had to wait, wait and wait again, but otherwise everything went smooth. After short 5 hours of sleep, we arrived in Ulan Bator, short UB. Looking for our teaching supervisor to pick us up, he arrived 20 min late, because he heard that the train was delayed, can't blame him, it was bloody early. He brought us directly to our host family, where everyone, except Battuya our host mother, were asleep. We soon followed their example and cought up some sleep, before we went on a discovery walk through UB. In the evening we were taken to a concert with traditional Mongolian music and dancers. On the next day, we got a short introduction and did some sightseeing in UB with our teaching supervisor. In the afternoon, we did a trip to the statue of Chenggis Khan, 50 km outside of UB, which equals to a 90 minute drive. It was a gift of our host family to their mother/grandmother, and we were invited to join as well. Half way back home, the grandmother started to get hungry, but it wasn't until we were in UB, before we found a restaurant, providing acceptable Khuushuur quality. On day 3, our supervisor told us, that we will visit our schools. We were introduced to the school director and the english teacher. I was put in front of a class. I thought I only had to introduce myself, wrong thougt ;-) , on my first day a was teaching English for 8 hours, to children ranging from 7 to 15, without having a clue on their skills and no preparation. Manuela had a similar fate, being a Kindergarten teacher, she hoped to stay in her home turf, kids between 5-9. She was put in front of a bunch of students in their early twenties, with the task to start immediatly. Manuela and me had a good laugh in the evening, telling each other our story of the day. Now this is our daily life, getting up, eating breakfast, going to school, teaching, back home, usually too tired to do something in the eveming, and sleep after a rich & tasty meal prepared by our great host mother Battuya.
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Didn't see any pictures of Fabian the teacher ;-)
AntwortenLöschenGreat pictures BTW....Make us traveling without moving
Philippe.
Euch zwei schreckt ja nicht so schnell etwas ab :-)
AntwortenLöschenEcht supercoole Berichte und klingt sehr spannend...
Viel Spass weiterhin!!!
20 minutes late ?? :) that is not considered late! :-D
AntwortenLöschen"punktlich" standards are not like in Schweiz! :)
Ist ja ein riesen Zufall... der "Freund im Wagen" hat den gleichen Coiffeur wie Fabian... ;-) Sensationell! Weiterhin viel Spass mit euren Schülern.
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