Am Dienstag um 8.00 Uhr starteten wir unser Mongoleiabenteuer aufs Land. Orgilma unsere deutsprachige Reiseleiterin und Saihnaa unser Fahren holten uns bei der Gastfamilie ab. Los ging es mit einer langen Fahrt nach Erdenet (2. grösste Stadt in der Mongolei). Unterwegs besichtigten wir das wunderschöne Kloster Amarbayasgalant. Am zweiten Tag fuhren wir Richtung Westen und trafen nach 140 km Umweg (da eine Brücke gesperrt war) in Ikh Uul ein, wo wir in einem 5- Sterne Ger übernachteten. Nach einer weiteren Tagesfahrt konnten wir für zwei Tage den wunderbaren Hovsgol See bewundern. Wir genossen diese kalten Tage in einem geschlossenen Jurtencamp und erfreuten uns an den schönen Sonnenuntergängen bevor wir Richtung Süden fuhren. Auf dem Weg in die Gobi mussten wir uns einen Weg durch hohe Berge und verschneite Pässe bahnen (bis 2200m). In der Dunkelheit gelangten wir über eine betrunkene Brücke nach Jargaland. Dort erfuhren wir per Telefon von Chef des Jurtencamps, dass die Winterwächter unsere reservierte Jurte wegen Schnees abgebaut hatten. Doch die gastfreundlichen Mongolen finden auch für dieses Problem eine Lösung und wir konnten kurzerhand bei Tatari zu Hause übernachten. Nach einem leckeren Abendessen, spannenden Erzählungen und mehreren Schlucken destillierten Airag (destillierte fermentierte Stutenmilch) schliefen wir bequem im warmen Wohnzimmer unseres Gastgebers ein. Am nächsten Tag musste unser Fahrer wieder verschneite Pässe und halbvereiste Bäche passieren, die er mit Bravour meisterte. Wir besichtigten den Vulkan Chorgo und tanzten auf dem vereisten Weissen See. Nach einer Nacht im frittierten Hotel ging es weiter nach Karakorum in die ehemalige Hauptstadt der Mongolei und dem Reich Tschingis Khan. Uns beeindruckte die weite Ebene und das Kloster Erdenee Zuu. Auf dem Weg in die Gobi gerieten wir in einen Schneesturm und wir waren glücklich, dass wir den Telefonmasten bis in die nächste Stadt folgen konnten. Dort hofften wir auf besseres Wetter und übernachteten in Pol's Ger "Hotel" mit eigenem Gewächshaus und frischem Gemüse. Wir überbrückten unsere Wartezeit mit einem rührenden Film (die Geschichte des weinenden Kamels) in dem unser Gastgeber eigens bei der Filmcrew mitgewirkt hat. Da bei unserem Ger der Fernseher kaputt war, installierten sie kurzer Hand der privaten TV bei uns. Der nächste Tag überraschte uns mit viel Schnee aber schönerem Wetter und wir waren uns nicht sicher ob wir den Weg durch die Berge zur grossen Sanddüne schaffen würden. Wir schlossen uns zwei Volkszählern an und fuhren gemeinsam ein Teilstück durch die schneeweisse Wüste. Nach kurzer Zeit mussten wir schon den Russenbus der beiden Männer aus dem Schnee ziehen. Glücklicherweise konnten wir einigen Spuren folgen und so gelangten wir zu den eindrücklichen Khongoryn Els. Natürlich mussten wir diese 200m Düne erklimmen. Mit letzter Kraft gelangte auch ich oben an und genoss den unglaublichen Anblick. Runter gings dann einiges schneller. Am Abend ritten wir mit Kamelen dem Sonnenuntergang entgegen und genossen die Wüstenruhe. Auf unserem Rückweg nach Ulaanbaatar feuerten wir ein letztes Mal mit "Scheisse" unseren Jurtenrofen an, genossen die wunderschönen Tierherden, die schnellen Gazellen, die schönen Adler, Geier, Füchse, Gämsen... und unser Fahrer hatte kurz vor der Hauptstadt noch einmal das Vergnügen einen Reifen zu wechseln.
Zurück in UB wurden wir von unserer Gastfamilie herzlich empfangen. Nach einem feinen Abendessen schauten wir uns den Dokumentarfilm Karawane an, in dem die älteste Tochter der Gastfamilie als deutsch/mongolisch Dolmetscherin mitwirkte. Danach genossen wir eine bequeme Nacht in einem geheizten Haus. Danke Orgilna und Saihnaa für dieses spannende Abenteuer!
Mongolia, 3'500 km on dirt roads, 3 punctured tires, 2 times stuck in the snow, 1 fantastic journey
On Tuesday morning we got picked up at 8 am by Orgil our German guide and Saihnaa our driver. On our first day we did a lot of driving, visiting the beautiful Monastery Amarbayasgalant where I did a big prayer for our trip (huge prayer wheel). The night we spent in a Hotel in Erdenet, 2nd largest city of Mongolia. On the next day we headed west, to make it into the Hovsgol Aimag, where we stayed in a 5 star ger in Ikh Uul. After another day in the car, we made it to the gorgeous lake Hovsgol, where we stayed 2 nights. It was already pretty cold, but not cold enough for the whole lake to be frozen; only bays with shallow water were frozen. We enjoyed the fresh air, forests, mountains, lake view and sunrise before we headed back south. To get to the Gobi we had to cross high mountain ranges, snow covered passes of 2'200 m altitude. Arriving in Jargalant we received a phone call that they just took down the last ger in our ger camp because of the upcoming snowfall. Luckily the ger camp owner Tatari invited us to his home, were we got spoiled with nice food and distilled airag. Our journey continued through snow covered mountains and plains, passing by an old volcano site Chorgo Uul and dancing on the partly frozen lake Tsagaan Nuur. We were impressed by the wide plains surrounding Karakorum, once capital of the vast Mongolian Empire. Of the actual city there is not much left, but out of the rocks of Karakorum the monastery Erdenee Zuu was built. We moved on to get to the Gobi, getting caught in a snow storm, on a snow covered plain not seeing much further than 50 m. We were glad we could follow the power poles into the next village. There we decided to wait for better weather and stay at Pol's ger. Pol is a very busy guy, he's involved in tourism, agriculture with his own greenhouse and also supported the film crew of the movie The Story of the Weeping Camel. Because we haven't seen this movie, he moved his TV into our ger and let us watch it. It's a great movie. On the next day, the weather was better but there was a lot of snow, so we were not sure if we could make it through the mountains to the big sand dune. Luckily there were some tracks over the mountains already and we made it to sand dunes Khongoryn Els. Climbing the 200 m high sand dunes was like climbing a 4'000 m high mountain; every step had to be taken trice. But the view was well worth the effort. In the evening we went for a sunset camel ride. On the way back we've seen a lot of animals, capricorns in the mountains, antelopes running out our car on the plain, plenty of hawks, eagles and a fox. At home our host family welcomed us with a great meal and showed us the movie Die Karawane, a documentary of two groups making their way through Mongolia to Karakorum, one starting at Lake Hovgol, the other one at the sand dunes Khongoryn Els. The German translator of the group starting in the North is the older daughter of our host family. We enjoyed being back in a heated house on a comfy bed.
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