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Sonntag, 30. Januar 2011

Saigon mit Flavio & Co, Mui Ne alleine




Nach dem Vreni und Theres abgereist waren, trafen wir Fabians Kollegen in Saigon. Flavio, Fabian und Sandro unternahmen eine ähnliche Vietnamreise, starteten aber ein paar Tage nach uns im kalten Hanoi. Als sie aus dem Taxi ausstiegen sahen sie aus, als ob sie direkt von der kalten Schweiz eintreffen – alle eingepackt in warmen Kleidern. Was für ein Bild im 30°C warmen Saigon! Zusammen verbrachten wir einen gemütlichen Nachmittag beim Bier trinken und BBQ essen. Mit Blick über die Dächer von Ho Chi Minh City liessen wir den Abend in der Sheraton Bar bei einem Drink ausklingen. Am nächsten Tag konnten sie mit einer Mekongdeltatour die Sonne geniessen, während wir in Saigon auf unsere Visaverlängerung warteten. Endlich, nach einer Woche Warten, trafen unsere Pässe ein und wir konnten weiterreisen. So reservierten wir blitzartig zwei Busplätze nach Mui Ne in einem sehr komfortablen Bus der Firma Phuong Trang (eine super Alternative zum Open Bus) Mui Ne ist ein kleines Fischerdörfchen mit einem idyllischen Strand, der zum Relaxen einlädt. Wir mieteten uns ein Motorrad, fuhren zu den Roten und Weissen Sanddünen und bewunderten die wunderschöne Landschaft bei einem Spaziergang zur Feenquelle. Nach zwei Tagen gings weiter mit einem überteuerten Bus, (bald beginnt das Tet Festival und alle Vietnamesen reisen zum Neuen Jahr nach Hause) einer Ladung Fischsauce an Bord und einer Handvoll Strassenstaub in der Nase ins Zentrale Hochland nach Dalat.

One day after Vreni and Theres left us, we met our friends Flavio, Fabian and Sandro. They did almost the same trip through Vietnam, just a few days behind us and were apparently not so lucky with the weather. When they left the taxi, it looked as if they came directly from Switzerland, all packed up in warm coats. Funny sight in 30 Celsius warm Saigon. We spent one day with them, enjoying great cheap beer, table bbq and a posh drink on Sheratons top floor bar. The next day they went on a Mekong Delta tour and we finally received our Vietnamese visa extension and with it regained our freedom to move on. We boarded a bus to Mui Ne Beach, where we enjoyed the beach, red and white sand dunes, the liberty of having our own scooter and the nice Fairy Spring. We already did our first step into the Vietnamese Central Highlands and arrived in Dalat. More about the Highlands in the next post.

Dienstag, 25. Januar 2011

Saigon und Mekongdelta




Morgens um 4.00 Uhr kamen wir am Bahnhof von Saigon an und waren bereit für die letzte Etappe unserer 4er- Gruppenreise…nur das bestellte Taxi nicht. Nachdem die Telefonische Kontaktaufnahme mit dem Hotel erfolglos blieb (diese Nummer ist nicht mehr gültig…was sonst) flitzen wir mit einem Bahnhoftaxi durch die noch leeren Strassen von Ho Chi Minh. So standen wir 10 Minuten später mit unseren Rucksäcken vor verschlossenen Hoteltoren und versuchten vergeblich mit der Telefonnummer am Hotelschild auf uns aufmerksam zu machen…ohne Erfolg…bis sich plötzlich die Eisengitter öffneten (einer früh abreisenden Touristin sei Dank). Übrigens lag auf der Rezeption ein schön gestaltetes Plakat mit dem Namen Mr. Hauser, Pick Up Service Trainstation…und wir haben gedacht die Vietnamesen seien Frühaufsteher! In der 8 Mio. Stadt besorgten wir Souvenirs für die Daheimgebliebenen, stopften uns durch Markthallen und schauten immer noch fasziniert den 4 Mio. Motorrädern zu, die tagtäglich an, hinter und vor uns vorbeibrausten. Am nächsten Tag mieteten wir einen deutschsprachigen Führer, der uns zum Cao Dai Tempel und dem Chu Chi Tunnelsystem begleitete. Die 22 Dollar Reise im Mekongdelta ( 2 Tage inkl. Übernachtung, Bus, Boot und Führer ) war ein wunderschöner Abschluss für unsere zwei Frauen. Wir schipperten auf dem Mekong herum, assen auf der Schildkröten Insel zu Mittag, besichtigten eine Kokosnussbonbon “Fabrik“, lauschten Traditioneller Musik, übernachteten in der geschäftigen Mekongstadt Can Tho, bewunderten den Schwimmenden Markt in Cai Rang und schauten Reisnudelfabrikanten über die Schultern. Nach drei Wochen gemeinsamer Reise flogen Mami und Theres in die kalte Schweiz zurück und wir versuchen übers Zentrale Hochland nach Laos zu gelangen.

At 4 AM we arrived at the Saigon train station, ready to be picked up by the ordered taxi… but our driver seemed to prefer his beauty sleep. After unsuccessful attempts of calling our hotel to clarify the transport situation (number was not valid anymore) we took the next taxi to town. 10 minutes later we were standing in front of iron gates. With no bell to ring and no one answering our phone calls we were stuck with our bags in a little alleyway. Luckily some other customer had to take an early flight and the door was opened for us as well. On their desk we’ve seen the nicely printed pick up sign for Mr. Hauser ;-) After a short nap, we explored this city packed with scooters, to buy souvenirs for the ones left at home. The following day we booked a German speaking guide (we got the same guide as in summer 2009). He took us to the Cao Dai Temple and the Chu Chi Tunnels. The 22 $ two day trip to the Mekong Delta (including one night at a hotel, bus, boat and guide) was a nice travel ending for our two ladies. We cruised along the Mekong River, ate an elephant ear for lunch on turtle island (for those shocked, it’s just a fish, no elephant was harmed), visited a coconut candy ‘factory’, listened to traditional music, slept in busy Mekong city Can Tho, admired the floating market Cai Rang and inspected rice noodle production. After 3 weeks travelling with us, Vreni and Theres flew back to cold Switzerland and we try to make our way towards Laos through the central highlands of Vietnam.

Donnerstag, 20. Januar 2011

Hue, Hoi An, Nha Trang – Regen, Kaufrausch und bädälä




Das trübe Wetter von Ha Noi verfolgte uns die ganzen 660 km nach Hue. Gerade noch trocken besichtigten wir die Kaiserstadt, eine Zitadelle in der Zitadelle. Leider wurde die Anlage im Indochina- und Vietnamkrieg heftig bombardiert. Wegen Regen und ausgebuchtem Hotel (leider ist das Orchid Hotel kein Geheimtipp mehr) entschieden wir uns einen Tag früher nach Hoi An zu fahren. Mit dem Privattaxi gings am nächsten Tag vorbei an Reisfeldern und Fischerdörfern über den eindrucksvollen Wolkenpass, durch die Marmorberge und entlang dem China Beach nach Hoi An. Hoi An ist eine wunderschöne Stadt mit unzähligen Schneidern und Schuhmachern, die in Windeseile Wünsche erfüllen…so gingen die drei Tage wie im Flug (oder genauer- wie auf einem Sozio eines Xe Om‘s) vorbei. Mit Blusen, Anzügen, Hemden, Kleider und Schuhen beladen und vielen Dollars ärmer, bestiegen wir den Open Bus (Nachtbus für Budgetreisende- fühlte sich auch so an!) nach Nha Trang. Ein paar Tage Entspannung nach diesem Kaufrausch waren gerade richtig. Nach dem Budgettransport leisteten wir uns ein tolles Hotel mit Meersicht, Spa und leckerem Frühstücksbuffet. Trotz heftigem Wellengang wagten sich zwei mutige Warmblüter ins Meer. Richtige Schweizer fahren natürlich auch Seilbahnen und das taten wir - nämlich übers Meer auf eine Vergnügungsinsel mit Wasserrutschen, Achterbahnen und Aquarium. Bevor wir am Abend den Golden Train nach Saigon bestiegen, erweiterten wir unser Wissen über Chamtempel, Buddastatuen und Vietnamesischem Kaffee mit einer Stadttour. Jetzt geniessen wir die letzten Tage vor der Abreise unserer Mädels in Saigon und dem Mekkongdelta. Bis bald.

The rainy weather of Hanoi chased us 660 km further down south to Hue. During a dry period we managed to visit the Emperors City. Sadly many buildings were destroyed in the Indochina and Vietnam War. Due to the bad weather and a fully booked hotel on the following day we decided to head one day earlier to Hoi An. With a private cab we drove along rice paddies and fishermen towns, over the impressive Sea Cloud Pass, through the marble mountains, down the China beach to Hoi An. Hoi An is a picturesque town with uncountable tailor shops and shoemakers, who fulfil your dreams in silk and leather. After 3 days we left Hoi An with Bags full of suits, dresses, shirts, shoes and trousers and a few Dongs poorer. As we had to economise, we took the cheapest option of transport to Nha Trang. We went by open bus (backpacker’s choice, 13 USD for 550 km). After a tough night in the bus, we deserved 3 days of relaxing at the beach of Nha Trang. As we are all Swiss, we trust cable cars more than boats, so we took the cable car to a nearby island, where we enjoyed a fun park with water slides, rollercoaster and a nice sand beach. Before we left Nha Trang towards Saigon in the Golden Train (ohhh) we enjoyed a city tour to broaden our knowledge about Cham temples, Buddha and Vietnamese coffee. Now we enjoy the last days before the departure of our ladies in Saigon and the Mekong Delta. Bye for now.

Dienstag, 11. Januar 2011

Hanoi, Halongbucht – Roller und Dschunken



Freudig empfingen wir zwei übernächtigte Damen am Flughafen. Aber ans Schlafen wurde gar nicht erst gedacht, denn mit dem Taxi gings direkt in die Stadt der  1,5 Mio. Roller nach Hanoi. Und wie immer ist das im ersten Moment eine glatte Überforderung. Fürs Überqueren der Strassen braucht man eine Portion Mut und fürs Spazieren durch Gassen eine Quäntchen Geduld. All die Gerüche, Geräusche und Eindrücke sind gewaltig. In diesem organisierten Chaos findet man alles…Knöpfe gibt es an der Knopf- und Reisverschluss- Strasse, Teppiche an der Teppich-Strasse, Schuhe an der Schuh-Strasse, Frischfleisch direkt vor unserem Hotel und leckeres Essen an den unzähligen Strassenküchen. Wir schlängelten uns durch Menschen- und Motoradmassen und genossen leckeres Essen und schauten fasziniert dem Treiben zu. Natürlich gehörte auch ein Besuch im Wasserpuppentheater dazu.  Nach zwei Tagen Hanoi wagten wir eine Dreitages Tour in die Halongbucht. Mit dem nötigsten am Rücken bestiegen wir zusammen mit zwei Franzosen in Halongcity ein Boot, das uns nach dem Bord-Mittagessen an einer ruhigen Bucht absetzte, die wir mit Kajaks erforschten. Weiter gings mit einem kleineren Schiff zur Insel Cat Ba (Nationalpark). Da unsere Fahrräder am Pier noch nicht bereitstanden, entschieden wir uns dem Überbringer der Velos entgegenzulaufen. Falsche Entscheidung- also zu dritt auf einem Motorrad zurück zum Hafen, wo unsere Vehikel in einem Schuppen lagerten. Nach einer gemütlichen Fahrradtour durch die Insel bezogen wir die Zimmer eines Bungolowresort. Na gut… die Nacht war etwas kalt aber dafür schwitzen wir am nächsten Tag als wir mit unserem Führer eine Karsthügel hochrennen mussten, der uns aber mit einer wunderschönen Aussicht über die Halongbucht beglückte. Nach einem köstlichen Mittagessen fuhren wir mit unsern quietschenden Eingängern zurück und checkten in unsere Kojen auf unserer Dschunke ein. Und so schaukelten wir, in einer mystischen Gegend, dem Sonnenuntergang entgegen (okay nicht übertreiben, das Wetter war nicht gerade hervorragend) Am nächsten Tag schauten wir uns noch die grösste Höhle in der Bucht an und fuhren mit Dschunke und Bus nach Hanoi zurück, wo uns zwei nette Damen des Reisebüros ein Taxi an den Bahnhof bestellten. Als dann eine halbe Stunde vor Zugabfahrt das Taxi immer noch nicht eintraf, wurden auch die beiden Vietnamesinnen nervös…aber wie immer kein Grund zur Sorge- in diesem Land lässt sich alles organisieren. Also stoppten sie kurzum vier Motoroller, verklickerten ihnen, dass wir es eilig haben und so brausten wir mit dem Rucksack am Rücken und einem Vietnamesen umklammert hupend dem Bahnhof entgegen (natürlich inklusive fahren auf Gegenfahrbahn, überholen von Bussen und überrasen von Rotlichtern). Zehn Minuten später und überpünktlich sassen wir gemütlich im Nachtzug nach Hue und lachten über das Erlebnis. (Sogar Mami ;-) )

We were happy to receive the two tired ladies at the airport. It was way too early to go to bed; first we took a taxi right into to the metropolis jammed with 1.5 million scooters. As always the first encounter with Vietnamese cities is challenging. To cross the streets you need to be brave, to wander the alleyways you need to be patient. All the scents, noises and impressions are breathtaking. In this organized chaos you can find everything, buttons in the button and zipper street, carpets in the carpet street, shoes in the shoe street, fresh meat directly outside of our hotel and tasty food is prepared everywhere in small street kitchens. After two days in Hanoi, we went for a boat trip to Halong Bay. After a seafood dinner on board we went kayaking through some natural tunnels before we were dropped off on Cat Ba Island. There the plan was to cycle to our bungalow town, but the rental guy wasn’t there. As it was a bit cold, our guide suggested walking towards the town already, soon afterwards, we figured out, that the bicycles were stored in a small house at the pier. But no problem, the rental guy had a scooter for 3, so he took us back to the pier where we got our Vietnam style bicycles (low saddle, one gear, footrest for passenger). After a pleasant ride through the national park, we spent a (cold) night in a bungalow. Kayaking and cycling wasn’t enough sports, we also had to climb up to the tallest mountain on Cat Ba island, as usual, the locals (our guide) are not hikers, they are mountain runners, at the top, we were completely exhausted but the view was fantastic. Back with the bike to the pier we boarded our junk for the night. Our junk took us through a mystical foggy landscape. The next morning we went to the amazing cave, which truly was amazing before we left our junk for the bus back to Hanoi. In Hanoi we got our train tickets to Hue and ordered a taxi to bring us to the train station. After 20 min the lady at the reception told us, that many taxis are busy because it is so cold in Hanoi, but she seemed to be positive that it will work. 10 minutes later she started to look worried. Only 30 minutes before our train leaves, she proposed us to order scooters to bring us to the station. With no obvious alternative, we agreed and were soon after seated on the back of a Hanoi city racer, with back bags strapped on through evening rush hour traffic. Our drivers were real pros and showed us all their skills like overtaking of Busses, ignoring of red lights and constant usage of the horn. But we all arrived save at the train station in a speed no taxi could have ever matched. Sitting in the train wagon to Hue we all had a good laugh about our crazy scooter ride and happily fell asleep.

Mittwoch, 5. Januar 2011

Good morning Vietnam


Hanoi greeted us with warm and humid weather. So the time was ripe to get a haircut. We are surprised that we can still be so surprised about a country. Everything is cheaper than it was in China, and traffic is more chaotic and hectic than in UB. Bread is great (merci pour la baguette) and beer is cheap and tasty. We had a nice start into the new year attending Hanoi’s first New Years Eve celebration. After a good sleep and a days’ rest, we traveled by night train to Sapa, a region with many indigene people. They stay in the mountains between China, Vietnam and Laos and can’t be bothered to get a Visa to cross between the countries. We met people from the Black Hmong and the Red Dao. They are very friendly, and some even followed us for the whole trek (15 km). When the fog opened up a bit it gave us a great view on their rice terraces and villages. After a nice dinner we enjoyed the local rice wine before we went to bed. The second day was rainy, even more foggy and cold, so we skipped the bathing in a pond with waterfall and hiked back to Sapa. We made our way back to Hanoi by train, arriving at 5 AM, and surprise, the streets were empty ;-) Now we look forward to welcome Vreni (Manuela’s mother) and Theres (Manuela’s aunt) who will join us for 3 weeks.

Hanoi begrüsste uns mit warmem und feuchtem Wetter. Die Zeit war reif für einen neuen Haarschnitt. Wir waren überrascht, dass uns ein Land immer noch so überraschen kann. Alles ist günstiger als in China und der Verkehr ist noch chaotischer und hektischer als in Ulaanbaataar. Das Brot ist fantastisch (merci pour la baguette) und das Bier ist erschwinglich und lecker. An der bisher ersten offiziellen Neujahrsparty von Hanoi rutschten wir prima ins neue Jahr. Nach genügend Schlaf und einem Tag Erholung, nahmen wir den Nachtzug nach Sapa, einer Region mit vielen verschiedenen Bergvölkern. Diese leben eingeklemmt an der Grenze zwischen China, Vietnam und Laos und werden sich wohl kein extra  Visum besorgen um die Grenzen zu überqueren. Wir trafen freundliche und kommunikative Frauen der Roten Dao und der Schwarzen Hmong. Manche folgten uns auf der ganzen Wanderung  (15km) und halfen (in Sandalen oder Gummistiefeln) den tollpatschigen Touristen über glitschige Steine und durch den Schlamm.  Als der Nebel sich ein bisschen lichtete, gab er die Sicht frei auf Reisterrassen und Hmong Dörfer. Nach einem guten Nachtessen genossen wir den lokalen Reis-Wein als “Bettmümpfeli“. Der nächste Morgen bescherte uns Regen, Kälte und noch mehr Nebel, darum verabschiedeten wir uns vom Gedanken  unter dem Wasserfall zu baden und wanderten zurück nach Sapa, und nahmen den Nachtzug zurück nach Hanoi.  Als wir um 5 Uhr morgens in Hanoi ankamen, waren die Strassen leer- ein seltener Anblick ;-) Jetzt freuen wir uns auf Vreni und Theres, die mit uns 3 Wochen durch Vietnam reisen.